Die HFCL-Fechttalente Greta Röpke, Frauke Godau, Lea Sophie Drescher und Moritz Fröhlich starteten am Samstag bei den Deutschen Florettmeisterschaften der B-Jugend in Halle/Saale. Aus jedem deutschen Bundesland kamen die besten Fechtsportler, insgesamt über 260, in die Sporthalle Brandberge, um die diesjährigen Deutschen Meister zu ermitteln.

Schleswig-Holstein nimmt in diesem Sport eher eine Außenseiterrolle ein. Trotzdem gelang es den Lübeckern mit Unterstützung von Trainerin Friederike Janshen und Betreuer Dr. Hans-Georg Brinkmann, sich gegen Fechtschüler aus den Hochburgen mit Fechtinternaten mehr als nur zu zu behaupten.

Zunächst überstanden alle vier die Vorrunde mit jeweils 66 Fechtern und zogen nach sehr guten Ergebnissen in die Zwischenrunde ein. Moritz konnte hier gegen die teilweise recht starken Gegner nicht seine Stärken abrufen, blieb hinter den Erwartungen zurück und schied mit nur einem gewonnen Gefecht aus. Ein 40. Platz im Jungen-Jahrgang 2003 war das verdiente Ergebnis.

Die drei Mädchen erreichten nach wiederholt starken Leistungen in ihren Zwischenrunden sicher das 32er KO. Greta schlug sich gut bis in den Hoffnungslauf durch, verlor dort knapp gegen die Linkshänderin Mosa vom WSV und erreichte Platz 20 in der Gesamtwertung des Jahrgangs 2002.

Lea und Frauke, beide Jahrgang 2003, kämpften sich über den Hoffnungslauf bis in die letzten 16 vor. Frauke konnte hier nicht ihr volles Können zeigen und verlor knapp gegen ihre schwierige Gegnerin aus Württemberg und belegte den 14. Platz. Lea gelang es, eine starke Titelanwärterin aus Tauberbischofsheim zu besiegen und zog ins 8er KO ein. Nach gutem Kampf gegen die spätere Deutsche Meisterin erreichte sie einen hervorragenden 7. Platz.

Im Mannschaftswettkampf zeigten die HFCL-Mädchen dann noch einmal ganz deutlich dem Rest Deutschlands, dass im Norden eine heiße Klinge gefochten wird. Die 25 besten Mannschaften aus allen Bundesländern traten am Sonntag gegeneinander an. Die Vorrunde überstanden die drei souverän. Im anschließenden KO warfen sie die Vorrundenersten aus Sachsen mit Vogel, Lindner, Grollmisch und Heinrich-Lindner nach einem phänomenalen Kampf mit 45:29 aus dem Rennen, unterlagen dann aber im anschließenden Viertelfinal-Gefecht nach großem Kampf der 1. Mannschaft aus Hessen mit der Deutschen Meisterin Jg. 2002. In der Gesamtwertung errangen sie so einen guten 8.Platz.

Mit diesen Leistungen im Einzel- sowie im Mannschaftskampf haben die norddeutschen Fechter eindeutig bewiesen, dass auch abseits der großen Fechtzentren durch Ehrgeiz und Fleiß in diesem Sport viel erreicht werden kann.

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