In Europa gibt es zwei große - offene - internationale Fechtturniere für den Nachwuchs: das Marathon-Fleuret in Paris und die Challenge Wratislavia im polnischen Breslau. Letztere zieht jährlich über 2000 junge Fechterinnen und Fechter aller drei Waffengattungen an insgesamt 5 Tagen nach Polen.  So auch in diesem Jahr, wo sich das Event zum 40. Mal jährte. Nachdem Pläne der HFCL-Nachwuchsgruppe um Trainerin Friederike Janshen für Paris im letzten Jahr gecancelt wurden, nahm B-Jugend-Fechterin Frauke Godau jetzt die Gelegenheit in Breslau wahr, mal an einem Turnier dieser Größenordnung teilzunehmen. Trotz leicht angeschlagener Gesundheit meldete sie sich kurzfristig an und machte sich mit Mutter und Schwester am 25.3.17 sehr früh auf den Weg, um nachmittags noch etwas von der schönen Stadt an der Oder zu sehen und am nächsten Tag dann ihr Turnier zu fechten.

Die Autostrecke ist teilweise abenteuerlich, sobald man die polnische Grenze passiert hat. Breslau selbst ist eine große Universitätsstadt mit viel Verkehr, aber man hat ja ein Navi und findet so auch das gebuchte Hotel. Es gibt einige schöne Ecken, die bei dem strahlenden Sonnenschein an diesem Wochenende sogar der jungen Fechterin ein Lächeln entlockten. Dieses wurde in einem der großen schicken Einkaufszentren noch breiter, in denen man auch gut und günstig essen kann.

Der Wettkampftag begann sehr früh. Dank der Umstellung auf Sommerzeit fühlte sich das Ganze noch zeitiger an. Bis 8.15 Uhr mussten die beiden ältesten Jahrgänge 2002 und 2003 der Mädchen zur Registrierung in der Halle sein, die Teil des Sportkomplexes Orbita im Norden der Stadt ist. 157 Fechterinnen der Altersklasse U15 aus der ganzen Welt waren angetreten, aufgeteilt in 7er- und 6er-Runden. Gefochten wurde auf fast 30 Bahnen, die in der Haupthalle und in Nebenfluren aufgebaut waren.

Das Fechtniveau war - wie immer - sehr hoch (lt. erfahrener Trainer). Frauke fand sich in einer starken Runde mit zwei Polinnen (eine davon später 14.), einer Russin (6.), einer Irin (16.), einer Rumänin und einer Britin wieder. Gegen eine Polin und die Britin gewann sie ihre Gefechte, während sie die anderen vier – mal knapp, mal klar – verlor. Dieses reichte jedoch aus, um das anschließende 128er KO zu erreichen. Das Gefecht gegen die an 20 gesetzte Russin war trotz Gegentreffern nicht zu gewinnen und so schied Frauke mit Platz 109 aus, ein Rang, der ihrer momentanen Form entspricht. Ziel war hier das Erlebnis und der Spaß am Fechten. Und beides hatte Frauke eindeutig.

Etwa 500 Fechterinnen plus Trainer, Betreuer, Eltern und Mannschaftsmitglieder füllten gleichzeitig die Halle, denn sowie Bahnen frei wurden, begannen die nächsten Jahrgänge mit den Vorrunden, danach wurden die KO-Gefechte eingeschoben. Dank der hervorragenden Organisation wurde das Gewusel problemlos und zügig geordnet.

Ausstatter waren zahlreich vertreten, nahmen aber teilweise nur Bargeld (Euro oder Zloty). Cafeteria haben wir nicht getestet, sah aber gut aus.

Insgesamt ein wirklich lohnender Ausflug für den Nachwuchs in die etwas größere Fechtwelt. Nächstes Jahr gerne wieder !

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