Die Sanierung der Burgfeldhalle hat - wie bei so vielen Bauvorhaben - länger gedauert als angekündigt, aber nach den Herbstferien ist alles fertig, und in der Halle kann wieder Sport getrieben werden.

Zweieinhalb Jahre nach dem Wasserschaden, bei dem der Boden der Burgfeldhalle stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, erstrahlt die Halle nach der viermonatigen Sanierung nun in frischem Hellblau mit farbenfrohen Markierungslinien, die wie ein Schnittmusterbogen für Schneider anmuten.

Für den Hanseatischen Fechtclub - und alle anderen Nutzer - ergaben sich insgesamt drei erzwungene Auszüge aus der Burgfeldhalle innerhalb der letzten drei Jahre. Zuerst wurde die Halle wegen eines Wasserschadens von Januar bis April 2015 gesperrt, dann wurde im darauffolgenden Jahr die Halle für Flüchtlinge umgebaut und nun kam die Hallenbodensanierung. Die Vereinsmitglieder suchten jedes Mal sofort nach Ausweichhallen für das Training - und wurden fündig, wenn auch nicht so optimal wie in der Burgfeldhalle. An vier Orten - der Freien Waldorfschule, der Berend-Schröder-Schule, der Marienschule sowie im LBV Phönix - wurden zum Glück freie Hallenzeiten gefunden. Außerdem konnte bei Fechtvereinen in den Leistungszentren der jeweiligen Bundesländer in Schwerin und Bad Segeberg trainiert werden, wobei letzterer auch die Fechthalle für die beiden Heimturniere des HFCL - das 7-Türme-Turnier, das Türmchenturnier und die Holstenklinge - als Ausweichort zur Verfügung stellte.

Jedes Mal musste die umfangreiche Technik und Kleidung, die sonst in einem der Geräteräume der Burgfeldhalle zur Nutzung bereitsteht, umgelagert werden, z. B. in Kellern und Garagen der Vereinsmitglieder, um von dort aus an all die verschiedenen Trainingsorte gebracht zu werden.

Für einige wurden die Wege zu lang, die Trainingszeiten passten nicht, die Kommunikation über E-Mail kam nicht bei jedem an. Auch kam es dazu, dass angekündigte Kurse verschoben oder sogar abgesagt werden mussten ... so verlor der Verein durch die zeitweise Schließung der Halle leider auch dauerhaft wertvolle Mitglieder.

Damit ist jetzt hoffentlich Schluss. Der Verein blickt nach vorne. Vorausschauend trat man deutlich vor dem Baustart an die Sanierungsplaner heran und beantragte die Kennzeichnung von festen Fechtbahnen auf dem Hallenboden und die Verlegung von Kabeln unter dem Boden. So wurden 6 durch den HFCL finanzierte Anlagen installiert, die nun den Trainingsablauf erheblich erleichtern. Elegant und gediegen, wie der Fechtsport selbst, entfällt nun das zeitaufwendige Aufbauen der Fechbahnen. Jetzt heißt es nur noch Bodenklappen auf, Fechtkabel anschließen und los geht´s. Sogar die Trefferanzeigen sind nun fest und gut sichtbar in den gegenüberliegenden Wänden angebracht. Gleich in der ersten Woche der Herbstferien trafen sich die ersten Fechter in der Burgfeldhalle, bewunderten den schönen, rutschfreien hellblauen Hallenboden mit seinen quietschbunten Markierungen - die Fechtbahnen sind silber/gelb gekennzeichnet - und testeten die Anlage auf ihre Funktionstüchtigkeit. Auch wenn drei der Bahnen noch nicht vollständig angeschlossen waren, verrichteten die anderen drei ihren Dienst ohne Probleme und zauberten ein begeistertes Lächeln auf die Gesichter der Tester, die die Gelegenheit nutzten, um gleich ausgiebig ihrem Lieblingssport nachzugehen.

Als nächstes wurde an den folgenden Tagen das gesamte Hallenequipment aus den Nebenräumen und vom oberen Hallenbereich zurück verräumt und alles von einer Reinigungsfirma mehrmals gründlich durchgeputzt. 

Die Abnahme unserer neuen Fechtbahnen erfolgte in der zweiten Ferienwoche. Die frischgebackene (Wieder)Weltmeisterin Friederike Janshen und Hilke Kollmetz verbanden dieses mit einer Präsentation ihres Könnens vor den Architekten, Planern, Technikern und Vertretern der Stadt, während noch einige Schönheitsreparaturen vorgenommen wurden. Alles funktionierte wunderbar.

Abends räumten die üblichen einsatzbereiten Vereinsmitglieder die Materialschränke wieder an ihren angestammten Platz in der Haupthalle. Einige Stunden, Diskussionen und Schweißtropfen später waren die wichtigsten Fechtutensilien sorgsam verstaut.

Nun kann der Sportbetrieb - natürlich nicht nur für die Fechter - wieder richtig losgehen, in der nun noch schöneren und besseren Burgfeldhalle.

 

 

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