Wie jeder Sportverein braucht auch der Hanseatische Fechtclub Lübeck engagierte und einsatzfreudige Mitglieder, die den Trainingsbetrieb am Laufen halten und Interessierte für den Sport begeistern und fördern. Steigende Mitgliederzahlen verlangen nach entsprechender Betreuung.

Gleich vier HFCL-Fechter konnten für die diesjährige Vorstufenqualifikation des FBSH - der erste Schritt in der Ausbildung zum Fechttrainer - gewonnen werden. Janne Düppe, Frauke Godau, Hermann Schneiders und René Körner nahmen zusammen mit 8 weiteren Florett-, Säbel- und Degenfechtern an der Ausbildung zum Sportassistenten teil, die 30 Lehreinheiten a' 45 Minuten umfasste. Die Trainer Friederike Janshen und Sergej Kentesh vermittelten abwechslungsreich an drei langen Ausbildungstagen die Grundlagen und Elemente des Fechttrainings wie z. B. Traingsleitung, Beinarbeit, Anleitung bei Partnerübungen, fechtspezifische Spiele und vieles mehr.

Zur Information: Wer sich danach weiter qualifizieren möchte, den erwartet eine sportartübergreifende und eine fechtspezifische Basisqualifikation. Die anschließende Ausbildung zum C- und B-Trainer wird nach Breiten- und Leistungssport getrennt. Die A-Trainer-Lizenz gibt es für den Leistungssport, danach kann man sich zum Diplomtrainer ausbilden lassen.

 

Jeden ersten Dienstag im Monat organisiert der HFCL ein gemeinsames Training mit dem WSV Hamburg und der FG Schwerin. Alle Fechter ab B-Jugend und alle Schülerinnen und Schüler mit ersten Erfahrungen auf der E-Bahn sind hierzu eingeladen. Auch die „Neuen“ mit frischer Anfängerprüfung sind gern gesehen!

So trainierten am 7.11. zahlreiche HFCL-Fechter zusammen mit den Walddörfer Fechtern in der frisch sanierten Burgfeldhalle auf den eigens für den HFCL installierten festen Fechtbahnen. Zusätzliche Bahnen können und wurden natürlich aufgebaut, um die große Marathonrunde auszufechten. Zur Feier des Tages gab´s ein kleines Buffet.

Gleichzeitig fand das erste Training des neuen Anfängerkurses, der bis zu den Sommerferien läuft, statt. Elf Interessierte im Alter zwischen 8 und 62 Jahren übten unter Anleitung von Trainer Henrik Fey erste Fechtschritte und bekamen auch schon ein Florett in die Hand, um an den Matten Stoßübungen zu machen. Wir hoffen, es hat allen Spaß gemacht und es finden noch mehr Leute den Weg zu uns und machen den Kurs ebenso erfolgreich wie den bereits abgeschlossenen, bei dem knapp 20 Neufechter ihre Turnierreifeprüfung im Sommer ablegten.

Zum 19. Mal zog das beliebte internationale Aktiventurnier am letzten Oktoberwochenende wieder viele Florett-, Säbel- und Degenfechter aus ganz Deutschlandnd anderen Nationen nach Hamburg.

Wie der Wind draussen, so legte am Samstag auch das Geschehen in der ETV-Halle in Hamburg am letzten Oktoberwochenende an Fahrt zu. Die Vorrunden der Florett- und Säbelfechter verliefen konzentriert ruhig, in den KO-Runden danach wurde es dann schon stürmischer.

Hans-Martin Raeker kämpfte sich trotz Verletzungsschmerzen bis ins Finale der Florettherren durch, unterlag dort dem jüngeren Nils-Christian Müller vom TSV Buchholz und belegte Platz 2.

Bei den Damen musste sich Hilke Kollmetz im Halbfinale der Vorjahressiegerin Veronika Goncharova geschlagen geben und errang Platz 3. Henriette Pfennigschmidt verlor nach starken Vorrunden im Achtelfinale überraschend gegen Nathalie Klinck, Eilbeck, und belegte den 9. Platz. Mit Platz 7 nach den Vorrunden lieferte sich hier Frauke Godau als Jüngste im Aktivenfeld ein rasantes Duell mit Birgit Eiermann vom FFF Stockholm. Erfahrung siegte letztendlich mit 15:14 über Jugend. Mit Platz 11 in der Gesamtwertung trotzdem ein gutes Ergebnis für Frauke.

Die Degenfechter und Säbeldamen traten Sonntag an. Hilke Kollmetz konnte den Wettbewerb hier für sich entscheiden.

Dank an Trainerin Friederike Janshen, die die Fechter an den Bahnen unterstützte.

Die Damenmannschaft des HFCL - Hilke Kollmetz, Henriette Pfennigschmidt, Lea Sophie Drescher und Frauke Godau - setzte sich in der ersten Runde des Deutschlandpokals gegen den VfL Pinneberg - Anne Sophie Schneegans, Virginia Schwanke und Constanze Neutsch - mit 45:37 durch und zieht damit in Runde 2 ein. Gegner wird dann der TB Hamburg-Eilbeck sein.

Die Herren haben ein Freilos und steigen erst im 2. Durchgang mit dem Gefecht gegen den VfL Pinneberg ein.

Die Sanierung der Burgfeldhalle hat - wie bei so vielen Bauvorhaben - länger gedauert als angekündigt, aber nach den Herbstferien ist alles fertig, und in der Halle kann wieder Sport getrieben werden.

Zweieinhalb Jahre nach dem Wasserschaden, bei dem der Boden der Burgfeldhalle stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, erstrahlt die Halle nach der viermonatigen Sanierung nun in frischem Hellblau mit farbenfrohen Markierungslinien, die wie ein Schnittmusterbogen für Schneider anmuten.

Für den Hanseatischen Fechtclub - und alle anderen Nutzer - ergaben sich insgesamt drei erzwungene Auszüge aus der Burgfeldhalle innerhalb der letzten drei Jahre. Zuerst wurde die Halle wegen eines Wasserschadens von Januar bis April 2015 gesperrt, dann wurde im darauffolgenden Jahr die Halle für Flüchtlinge umgebaut und nun kam die Hallenbodensanierung. Die Vereinsmitglieder suchten jedes Mal sofort nach Ausweichhallen für das Training - und wurden fündig, wenn auch nicht so optimal wie in der Burgfeldhalle. An vier Orten - der Freien Waldorfschule, der Berend-Schröder-Schule, der Marienschule sowie im LBV Phönix - wurden zum Glück freie Hallenzeiten gefunden. Außerdem konnte bei Fechtvereinen in den Leistungszentren der jeweiligen Bundesländer in Schwerin und Bad Segeberg trainiert werden, wobei letzterer auch die Fechthalle für die beiden Heimturniere des HFCL - das 7-Türme-Turnier, das Türmchenturnier und die Holstenklinge - als Ausweichort zur Verfügung stellte.

Jedes Mal musste die umfangreiche Technik und Kleidung, die sonst in einem der Geräteräume der Burgfeldhalle zur Nutzung bereitsteht, umgelagert werden, z. B. in Kellern und Garagen der Vereinsmitglieder, um von dort aus an all die verschiedenen Trainingsorte gebracht zu werden.

Für einige wurden die Wege zu lang, die Trainingszeiten passten nicht, die Kommunikation über E-Mail kam nicht bei jedem an. Auch kam es dazu, dass angekündigte Kurse verschoben oder sogar abgesagt werden mussten ... so verlor der Verein durch die zeitweise Schließung der Halle leider auch dauerhaft wertvolle Mitglieder.

Damit ist jetzt hoffentlich Schluss. Der Verein blickt nach vorne. Vorausschauend trat man deutlich vor dem Baustart an die Sanierungsplaner heran und beantragte die Kennzeichnung von festen Fechtbahnen auf dem Hallenboden und die Verlegung von Kabeln unter dem Boden. So wurden 6 durch den HFCL finanzierte Anlagen installiert, die nun den Trainingsablauf erheblich erleichtern. Elegant und gediegen, wie der Fechtsport selbst, entfällt nun das zeitaufwendige Aufbauen der Fechbahnen. Jetzt heißt es nur noch Bodenklappen auf, Fechtkabel anschließen und los geht´s. Sogar die Trefferanzeigen sind nun fest und gut sichtbar in den gegenüberliegenden Wänden angebracht. Gleich in der ersten Woche der Herbstferien trafen sich die ersten Fechter in der Burgfeldhalle, bewunderten den schönen, rutschfreien hellblauen Hallenboden mit seinen quietschbunten Markierungen - die Fechtbahnen sind silber/gelb gekennzeichnet - und testeten die Anlage auf ihre Funktionstüchtigkeit. Auch wenn drei der Bahnen noch nicht vollständig angeschlossen waren, verrichteten die anderen drei ihren Dienst ohne Probleme und zauberten ein begeistertes Lächeln auf die Gesichter der Tester, die die Gelegenheit nutzten, um gleich ausgiebig ihrem Lieblingssport nachzugehen.

Als nächstes wurde an den folgenden Tagen das gesamte Hallenequipment aus den Nebenräumen und vom oberen Hallenbereich zurück verräumt und alles von einer Reinigungsfirma mehrmals gründlich durchgeputzt. 

Die Abnahme unserer neuen Fechtbahnen erfolgte in der zweiten Ferienwoche. Die frischgebackene (Wieder)Weltmeisterin Friederike Janshen und Hilke Kollmetz verbanden dieses mit einer Präsentation ihres Könnens vor den Architekten, Planern, Technikern und Vertretern der Stadt, während noch einige Schönheitsreparaturen vorgenommen wurden. Alles funktionierte wunderbar.

Abends räumten die üblichen einsatzbereiten Vereinsmitglieder die Materialschränke wieder an ihren angestammten Platz in der Haupthalle. Einige Stunden, Diskussionen und Schweißtropfen später waren die wichtigsten Fechtutensilien sorgsam verstaut.

Nun kann der Sportbetrieb - natürlich nicht nur für die Fechter - wieder richtig losgehen, in der nun noch schöneren und besseren Burgfeldhalle.

 

 

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